Film und Fernsehn • 12.01.2008, 16:54 Uhr • Kommentare: 3

Ale­jan­dro Gon­zá­lez Iñár­ri­tus. So heißt der mexi­ka­ni­sche Regis­seur, dem die Filme Amo­res Per­ros, 21 Gramm und Babel zu Ver­dan­ken sind. Chro­no­lo­gisch in die­ser Rei­hen­folge ver­filmte er nach den Dreh­bü­chern des Autors Guil­lermo Arriaga die Tri­lo­gie zum Thema Gewalt, Tod und mensch­li­che Abgründe.

In allen drei Fil­men bedient sich Iñár­ri­tus einem Erzähl­stil, des­sen sich Quen­tin Taran­tino in Pulp Fic­tion schon bedient hat. So gibt es jeweils meh­rere Hand­lungs­stränge die sich zeit­weise über­schnei­den und so mit­ein­an­der ver­webt sind. Wie auch bei Taran­ti­nos Wer­ken sind die Sze­nen nicht in zeit­li­cher Folge wiedergegeben.

Amores PerrosDer erste Film Amo­res Per­ros aus dem Jahr 2000 beschreibt drei Epi­so­den über Liebe, Hass, Träume und Tod in der Mil­lio­nen­me­tro­pole Mexiko-Stadt, die sich durch einen schwe­ren Auto­un­fall überschneiden.

Octa­vio und Susana heißt die erste Epi­sode und han­delt von dem jun­gen Octa­vio, der mit sei­ner Mut­ter, sei­nem bru­ta­len Bru­der Ramiro und des­sen Frau Susana mit Kind zusam­men in einem der ärme­ren Vier­teln der Stadt wohnt. Ramiro arbei­tet in einem Super­markt und über­fällt gele­gent­lich Dro­ge­rie­märkte um seine kleine Fami­lie mehr schlecht als recht zu finan­zie­ren. Octa­vio hin­ge­gen tritt mit sei­nem Rott­wei­ler Khofi erfolg­reich an Hun­de­kämp­fen an. Er hat sich in die Frau sei­nes Bru­ders ver­liebt und träumt davon zusam­men mit ihr die Stadt zu ver­las­sen, um ihr mit dem Geld, dass er bei den Hun­de­wett­kämp­fen gewon­nen hat, eine bes­sere und vor allem gemein­same Zukunft zu ermög­li­chen. Beim letz­ten Kampf des Hun­des über­schla­gen sich die Ereig­nisse und die Geschichte nimmt eine kri­ti­sche Wendung.

Die Zweite Epi­sode Vale­ria und Daniel erzählt von einem Top-Model Vale­ria. Sie ist auf dem Höhe­punkt ihrer Kar­riere das Gesicht eines bekann­ten Parfüm-Herstellers und auf zahl­rei­chen Pla­ka­ten in Mexiko-Stadt abge­lich­tet. In einer TV-Show gibt sie vor mit dem bekann­ten Schau­spie­ler Andrés Sal­gado liiert zu sein, in Wirk­lich­keit hat sie aber einer Affäre mit dem ver­hei­ra­te­ten Ver­le­ger Daniel. Beide Träu­men von einer gemein­sa­men Zukunft und Daniel kauft eine Woh­nung und trennt sich von sei­ner Frau. Dem gemein­sa­men Glück scheint nichts mehr im Wege zu ste­hen, bis sich durch einen schwe­ren Auto­un­fall Vale­rias Leben schlag­ar­tig ändert.

Die letzte Epi­sode trägt den Titel El Chivo und Maru. El Chivo lebt mit sei­nen Hun­den auf den Stra­ßen Mexiko-Stadts und arbei­tet gele­gent­lich als Auf­trags­kil­ler. Er hat vor lan­ger Zeit seine Frau und seine Toch­ter Muru ver­las­sen um als Revo­lu­tio­när für eine bes­sere Zukunft zu kämp­fen. Als er nach sei­nem letz­ten Mord als Auf­trags­kil­ler die Todes­an­zeige seine Frau in der Zei­tung ent­deckt, besucht er die Trau­er­feier und ver­sucht mit sei­ner Toch­ter Kon­takt auf­zu­neh­men. Doch Maru weiss gar nicht, dass Chivo ihr Vater ist.

21 Gramm21 Gramm (2003) ist Iñár­ri­tus’ zwei­ter Film der Trio­lo­gie. Der Titel des Films bezieht sich auf das angeb­li­che „Gewicht der Seele“, das der ame­ri­ka­ni­sche Arzt Dun­can Mac­Dou­gall 1907 in einem Expe­ri­ment ermit­telte. Die Hand­lung wird geprägt durch

Der Mathe­ma­tik­pro­fes­sor Paul Rivers (Sean Penn) ist sehr krank und steht kurz vor einem Herz­ver­sa­gen. Er steht auf der Trans­plan­ta­ti­on­liste und war­tet auf eine neues Herz. Der sehn­lichste Wunsch sei­ner Frau ist es, noch­mal von ihm schwan­ger zu wer­den bevor er stirbt.

Jack Jor­dan (Beni­cio Del Toro) ist ein ehe­ma­li­ger Sträf­ling und hat mehr Zeit im Gefäng­nis ver­bracht als in Frei­heit. Seit sei­ner letz­ten Ent­las­sung hat er den Glau­ben für sich ent­deckt und ver­sucht jetzt Jugend­li­chen, die auf die schiefe Bahn gera­ten sind vor einen Schick­sal wie sei­nem zu bewah­ren. Er hat eine Frau und zwei junge Kinder.

Cris­tina Peck (Naomi Watts) ist eine typi­sche Haus­frau. Sie hat mit ihrem Ehe­mann zwei junge Töch­ter und führt offen­sicht­lich mit ihnen ein per­fek­tes Leben.

An einem Nach­mit­tag pas­siert ein schreck­li­cher Unfall und Jack über­fährt Chrsti­nas Ehe­mann und ihre bei­den Töch­ter. Die bei­den Kin­der sind sofort tot und ihr Ehe­mann lan­det hirn­tot im Kran­ken­haus. Sie wil­ligt einer Organ­spende ein und Paul bekommt das Herz von ihrem Mann transplantiert.

Jack stellt sich der Poli­zei, wird ver­haf­tet und spä­ter wie­der frei­ge­las­sen. Paul enga­giert einen Pri­vat­de­tek­tiv um her­aus­zu­fin­den, wer ihm sein neues Herz gespen­det hat. Die­ser recher­chiert nicht nur die Spen­der­fa­mi­lie son­dern stol­pert auch über den Ex-Sträfling Jack.

Babel (Bild von Amazon)Der letzte Film der Reihe, Babel, ist aus dem Jahr 2006.

Die Haupt­cha­rak­tere Richard und Susan (Brat Pitt, Cate Blan­chett) ver­brin­gen einige Zeit in Marokko und las­sen ihre Kin­der bei ihrer mexi­ka­ni­schen Haus­häl­te­rin in San Diego. Susan wird auf einer Tour durchs Hin­ter­land vom Sohn eines ein­hei­mi­schen Zie­gen­far­mers ange­schos­sen, als die­ser die neu erwor­bene Waffe sei­nes Vaters aus­pro­biert. Sie wer­den in ein klei­nes Dorf in der Nähe gebracht, bis beide von einem Ret­tungs­hub­schrau­ber abge­holt werden.

Durch den Zwi­schen­fall ver­län­gert sich die Reise der bei­den, wodurch die Haus­häl­te­rin gezwun­gen ist, die bei­den Kin­der mit nach Mexiko zur Hoch­zeit ihres Soh­nes mit­zu­neh­men. Auf dem Rück­weg in die Staa­ten ereig­net sich an der Grenze ein Vor­fall und die Haus­häl­te­rin ver­steckt sich mit den bei­den Kin­dern in der Wüste. Sie wer­den von einem Grenz­pos­ten gefun­den und die Haus­häl­te­rin wird nach Mexiko ausgewiesen.

Im drit­ten Hand­lungs­strang geht es um ein taub­stum­mes japa­ni­sches Mäd­chen, des­sen Vater, ein Jäger, vor län­ge­rer Zeit einem Marok­ka­ner ein Gewehr geschenkt hat…

Gra­fi­ken sind von Amazon.de und die Inhalts­an­ga­ben stark von Wiki­pe­dia inspiriert.

 
Film und Fernsehn • 08.05.2007, 00:24 Uhr • Kommentare: 1

Taran­tino and Rod­ri­guez are back! Grind­house.

wei­ter­le­sen

 
Film und Fernsehn • 11.03.2007, 13:27 Uhr • Kommentare: 3

Ges­tern mal end­lich wie­der einen abso­lut genia­len Film geguckt. Irgend­wie eine Mischung aus Fight Club, Snatch und ‘ner Menge Taran­tino. Lucky Num­ber Sle­vin!

 
Film und Fernsehn • 06.03.2007, 18:16 Uhr • Kommentare: 4

So lau­tet die Wer­be­zeile der wun­der­ba­ren Doku­men­ta­tion „Long Way Round“ von und mit Ewan McG­re­gor und Char­ley Boor­man. Beide fah­ren mit ihren Motor­rä­dern von Lon­don nach New York the long way round, eben mit einen gro­ßen Umweg. Es geht in 115 Tagen und 30.395 km durch Län­der wie Russ­land, Kasachs­tan, die Mon­go­lei und Alaska.

Ken­nen­ge­lernt habe ich die Serie bei DMAX, nur lei­der musste ich per schrift­li­cher Nach­frage fest­stel­len, dass in nächs­ter Zeit keine Fol­gen mehr aus­ge­strahlt wer­den. Nach lan­ger Zeit habe ich mir dann am Wochen­ende end­lich die Spe­cial Edi­tion auf DVD bestellt um auch wei­ter­hin in den Genuss der Serie zu kom­men. 505 Minu­ten ver­teilt auf 10 Fol­gen und drei DVDs plus ein biss­chen Bonus­ma­te­rial. Jetzt weiß ich ja, was ich die nächs­ten Abende machen werde :)

Ich werde nach einem „aus­gie­bi­gen Test“ noch ein biss­chen über die DVD schreiben.

Bei einer klei­nen Recher­che in der IMDb habe ich zufäl­lig von einem neuen Pro­jekt der bei­den Biker und Schau­spie­ler erfah­ren: Long Way Down. Genauso wie bei Long Way Round han­delt es sich um einen Motor­rad­trip. Nur dies­mal aus dem Nor­den von Schott­land, durch Europa und Afrika nach Kap­stadt. Die Serie ist für’s Früh­jahr 2007 ange­setzt. Ich freue mich schon.

 

V

Film und Fernsehn, Zitate • 03.01.2007, 02:35 Uhr • Kommentare: 2

„People should not be afraid of their govern­ments.
Govern­ments should be afraid of their people.“

V

 
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