Mac OS X: Time Machine | 12/01/2009
So nennt Apple die in Mac OS X (seit Leopard) integrierte Datensicherungssoftware, die in regelmäßigen Abständen den Datenbestand bzw. Änderungen auf eine externe Festplatte sichert.
Time Machine sichert die stündlichen Datensicherungen der letzten 24 Stunden, die täglichen Sicherungen des letzten Monats und wöchentliche Sicherungen für alle Daten, die älter als einen Monat sind. Geht einmal etwas verloren, reist man per Knopfdruck in einem Zeittunnel durch seinen Datenbestand. Findet man beispielsweise die verlorene Datei wieder, kann man sie einfach per Knopfdruck wiederherstellen.
Es wird einmal der komplette Datenbestand gesichert und dann nur noch Änderungen oder neue Dateien. Man spricht von einem inkrementellen Backup.
Schließt man ein passendes Laufwerk per USB oder FireWire an, fragt Time Machine ob es als Sicherungslaufwerk benutzt werden soll. Hierbei ist zu beachten, dass nur auf Partitionen gesichert werden kann, die mit dem HFS plus Dateisystem formatiert sind. Externe Festplatten werden also in der Regel von Time Machine neu formatiert und können danach von Windows nicht mehr direkt angesprochen werden. Abhilfe ist hier aufgeführt.
Möchte man seinen Datenbestand über das Netzwerk sichern, bietet Apple mit Time Capsule und Airport Extreme (mit externer Festplatte über USB) eigene, vergleichsweise teure Lösungen an.
Um kostengünstiger auf beliebige Netzwerkfreigaben zu sichern, einfach folgenden (ungetesteten!) Befehl im Terminal absetzen:
defaults write com.apple.systempreferences TMShowUnsupportedNetworkVolumes 1
Jetzt sollten alle verfügbaren Netzwerkfreigaben benachbarter Rechner in der Auswahlliste für Volumes auftauchen und, sofern beschreibbar, für Backups verwendet werden können.
Da Time Machine von sich aus einfach alles sichert, was sich auf dem System befindet, ist es ratsam manche Dateien und Ordner von einer Sicherung auszuschließen. Besonders Dateien die nicht wichtig sind, sich aber oft ändern. Hierzu zählen zum Beispiel Caches oder der Downloadordner.

Ich habe folgende Ordner ausgeschlossen:
Die Cache und Download Ordner
/Library/Caches
/Users/benutzer/Library/Caches
/Users/benutzer/Downloads
Die abgespeicherten Bottles von Crossover
/Users/benutzer/Library/Application Support/CrossOver
/Users/benutzer/Library/Application Support/CrossOver Games
Die Virtual Machines von VirtualBox, weil sich bei jedem Starten die .vdr Datei des Gastsystems verändert wird, was jedes mal das erneute Sichern einer Gigabyte-großen Datei verursacht
/Users/benutzer/Library/VirtualBox
Wenn gewünscht der Podcast Ordner von iTunes
/Users/benutzer/Music/iTunes/iTunes Music/Podcasts
Und abschließend ein beliebiger Ordner, wo alles reinkommt, was nicht so wichtig ist und explizit nicht gesichert werden soll. Bei mir Incoming in meinem Benutzerordner
/Users/benutzer/Incoming
Bei mir kommt die My Passport Essential von Western Digital zum Einsatz.
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Time Machine ist super bequem und das erste mal überhaupt mache ich wirklich regelmäßige Backups. Mit dem Anschließen der Festplatte ist die Arbeit schon erledigt.
Was mir sauer aufstößt ist, dass die Kombination von FileVault und Time Machine offenbar nur halbherzig funktioniert.
Aber das mit dem Ausschließen diverser Ordner und ein Incoming-Ordner werde ich mir mal vornehmen.
Meine TrekStor war damals beim Amazon unter den günstigsten. Nicht ganz leise, aber solide.
Inwiefern nur halbherzig? Was passt denn genau nicht?
TM sichert mit FileVault verschlüsselte Benutzerordner nur, wenn man abgemeldet ist.
Ich muss meinen Rechner also abgemeldet laufen lassen, was den eigentlich Komfort von TM doch irgendwie drastisch reduziert. Das Wiederherstellen von einzelnen Daten ist dann außerdem wohl nur noch direkt über das Durchsuchen der Sparse Bundles möglich.
(Habe oben falsch verlinkt, meinte eigentlich diesen Artikel bei MacMacken, v.a. Punkt 5).
Ich vertraue FileVault eh nicht so richtig. Eine Festplattenverschlüsselung sollte nicht von einem Closed-Source Programm durchgeführt werden. Wer weiß, was da alles eingebaut ist? Hintertüren, etc.
TrueCrypt läuft mittlerweile ganz anständig mit Mac OS X und hat wesetnlich mehr Features als FileVault.